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Reisebericht
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Norwegen 2022 - Teil 2

Im zweiten Teil geht es von Lærdal am Ardalsfjord entlang. Die Freude am Tindevegen wurde getrübt und der Rest der Tagesetappe fiel ins Wasser. Der Sognefjellsvegen führte uns über die höchste Passstraße Nordeuropas und wir erreichten eine Mondlandschaft. Wir statteten dem Wandererparadies Rondane Nationalpark einen Besuch ab und genossen das schöne Romsdal mit dem wilden Rauma-Fluss. In Åndalsnes ging es hoch hinaus. Dann machen wir uns langsam auf in Richtung Atlantikstraße.

21. Juni 2022 - Die Fahrt über die Milchstraße

Der Blick aus dem Fenster des Wohnmobils am Morgen war wenig verheißungsvoll: Tiefhängende Wolken und zeitweise Regen. Dabei war heute eine Tour durch gleich zwei herausragende Landschaften vorgesehen, dem Tindevegen und dem Teil der Touristenstraße Sognefjellsvegen, der über die Hochebene Sognefjell führt. Trotz einiger Bedenken machten wir uns auf den Weg in der Hoffnung auf Besserung.

Årdalsfjord

Von Lærdalsøyri fuhren wir zunächst gen Norden, bis wir den Årdalsfjord erreichten. Der Årdalsfjord ist ein Seitenarm des Sognefjords, beginnt unterhalb den Lusterjords und endet in Årdalstangen.

Während unserer Fahrt über die 53 zeigte sich der Fjord grau in grau, so dass das erhoffte Fotoshooting ausblieb.

Årdalstangen ließen wir aus, da es als Verwaltungszentrum der Region keine besonderen Sehenswürdigkeiten bietet, und setzen die Fahrt entlang des Årdalsvatnet bis nach Øvre Årdal fort. Auch Øvre Årdal passierten wir, da uns nichts Sehenswertes auffiel.

Norwegen_2022_Teil_5

Norwegen 2022 - Teil 5

Im fünften Teil, der aufgrund eines zwischenzeitlichen Urlaubs in Portugal auf sich warten ließ,  ist bei der Fahrt über die letzte Nationale Touristenstraße in Norwegen auf das Wetter wieder Verlass. Wir ändern unsere Route und hoffen, dass es in Stavanger weniger matschig ist. Das war zumindest an einem Tag der Fall. Zum Abschluss ging es an die Südküste und wir besuchten das Kap Lindesnes.

4. Juli 2022 - Nasjonale turistveger Ryfylke

Ein Blick aus dem Fenster am Morgen und die Erkenntnis, dass auf die norwegischen Meteorologe Verlass ist: Das Wetter war gar nicht 'mal so gut. Aber wir mussten uns auf den Weg machen, denn allmählich gingen uns die Urlaubstage aus.

Zunächst besuchten wir kurz die Stabkirche in Røldal. Sie wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und ihre Bauweise weicht ein bisschen von dem ab, was unsereins als Stabkirche im Kopf hat. Für uns als Laie sieht sie eher wie eine "normale" Holzkirche aus. Unser Unwissen geht natürlich zu unseren Lasten 😉

Anschließend verließen wir Røldal in südwestlicher Richtung auf der E134. Die harmlosere Variante, durch das Ryfylke Gebiet zu fahren, ist sicherlich die Reichsstraße 13. Wir schlugen uns bei Håra auf die Provinzstraße 520, der eigentlichen Norwegischen Touristenstraße Ryfylke. Da wird es eng und kurvig, aber vor allem schön, wenn es die Sicht erlaubt. Wie ihr es erahnen könnt, war das bei uns am heutigen Tag nur sehr eingeschränkt der Fall.

Aber egal, wir stellten uns der Herausforderung. Auf der Provinzstraße 520 ging es gleich auf schmalen Pfaden entlang des Røldalsvatnet in die Höhe. Der See war unten sogar schemenhaft zu erkennen. Vom Hytehaugen Viewpoint soll es eine schöne Aussicht auf das Røldal und die Berge geben, außer natürlich am heutigen Tage. Wir hielten auf der Hochebene dann an, wenn der Regen 'mal eine kleine Schwächephase hatte und die Schönheit der Landschaft durch das Graue schimmerte. Das Ganze war wieder ärgerlich, aber nicht zu ändern. Jedenfalls wird die Touristenstraße Ryfylke vorgemerkt für den Fall, dass wir in diese Gegend zurückkehren. Verdient hat sie es allemal.

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Norwegen 2022 - Teil 4

Im viertel Teil erlebten wir am Gletscher Briksdalsbre den Klimawandel live. Dann gab es doch eine Fahrt über eine Norwegische Touristenstraße bei gutem Wetter. Und auf der Fahrt zum Ulvikfjord wurden wir von einer wunderschönen Landschaft überrascht.

29. Juni 2022 - Der Klimawandel live - Der Briksdalsbre

Das Wetter war ideal für unser heutiges Vorhaben. Denn es stand der Gletscher Briksdalsbre auf unserem Programm. Die Wanderung dorthin nimmt einige Zeit in Anspruch und so hatten wir uns als Tagesziel lediglich die Ortschaft Byrkjelo gesetzt.

Die Fahrt zum Gletscher

Die Fahrt von Loen zum Brikdalsbre ist nur ein Katzensprung, sind es doch gerade einmal 28 km. Die ersten paar Kilometer fuhren wir auf der Straße 60 am Innvikfjord entlang nach Olden. In Olden schlugen wir uns auf die Kreisstraße 724 zum Brikdalsbre. Die Route von Olden zum Gletschergebiet ist ein landschaftliches Schmankerl, verläuft sie doch durch ein grünes Tal entlang des langestreckten Sees Oldevatnet.

Briksdalsbreen

Der Brikdalsbre gehört zum größten Gletscher des europäischen Festlandes, dem Jostedalsbre, und ist sein westlicher Seitenarm. Der höchste Punkt des Gletschers liegt etwa 1900 Meter über dem Meeresspiegel.

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Norwegen 2022 - Teil 3

Im dritten Teil geht es zum ersten Mal an die Westküste, wir fahren unter und über den Atlantik, wir besuchen ein rotes Dorf. Ålesund schauen wir uns von oben an und Geiranger ist wolkenverhangen. Unsere Fahrten über die Nationalen Touristenstraßen in Norwegen werden von Petrus nicht wohlwollend verfolgt.

25. Juni 2022 - Die Fahrt unter dem Atlantik

Der heutige Tag war eher ein ruhiger, denn er sollte uns lediglich von Molde in die Nähe der Atlantikstraße führen, die am nächsten Tag auf dem Programm stand. Also schliefen wir aus und ließen uns beim Frühstück Zeit. Am Morgen war es wechselhaft bewölkt, aber am späteren Vormittag setzte sich die Sonne durch. 

Molde

Die Stadt Molde besichtigten wir nicht. Sie liegt zwar schön am Ufer des Romsdalsfjords, aber bis auf die Domkirche und das futuristisch gebaute Scandic Seilet Hotel gab es nichts, was uns anzog.

Ein Campingnachbar hatte uns aber den Tipp gegeben, das Romsdalsmuseum in Molde zu besuchen.

Das Romsdalsmuseum liegt nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Es wurde 1912 gegründet und seit 1928 ist es für die Bevölkerung geöffnet. Das Freilichtmuseum ist eines der größten Volkskundemuseen Norwegens und besteht nicht nur aus dem Gelände in Molde, sondern es gibt auch weitere Standorte in der Region.

Norwegen_2022_Teil_1

Norwegen 2022 - Teil 1

Lange hat es gedauert: Nach 3-jähriger, coronabedingter Zwangspause konnten wir endlich wieder einen Roadtrip in den hohen Norden starten. Am Fronleichnamstag 2022 starteten wir von Düsseldorf aus unsere Reise mit dem Wohnmobil nach Norwegen, die etwas länger als drei Wochen dauerte. Unser Vorsatz: Nicht so viele Kilometer fressen wie bei unserem letzten Besuch. Inklusive An- und Abreise wurden es dann doch wieder exakt 5.000 Kilometer. Aber wir konnten resümieren, dass wir es wesentlich ruhiger als 2019 haben angehen lassen.

Die Vorbereitungen

In der Einleitung ist es schon angeklungen, dass wir unseren Norwegen-Roadtrip 2022 etwas gemächlicher absolvieren wollten als drei Jahre zuvor. Tagestrips von 300 Kilometern innerhalb des eigentlichen Urlaubsgebietes sollte es dieses Mal nicht geben, um Stress während der Reise zu vermeiden. Also wurde wesentlich restriktiver geplant und Reservetage für unerwartete Planänderungen wurden einkalkuliert. In Norwegen geht es auch nicht darum, möglichst große Gebiete abzugrasen, sondern die schöne und abwechslungsreiche Natur zu genießen, die man zwangsläufig anläuft.

Das Wohnmobil

Ein eigenes Wohnmobil besitzen wir weiterhin nicht. Also wurde wieder ein Fahrzeug gemietet. Wir entschieden uns erneut für einen Kastenwagen, mit dem man in Norwegen auch die abgelegenen Straßen problemlos bewältigen kann. Auch wurde es wieder ein Pössl Roadcruiser Revolution, denn in diesem Gefährt kann ich mit meinen 191 cm problemlos stehen und schlafen. Dennoch trug ich die ein oder andere Beule an der Rübe davon, weil es selbst Bärbel nicht gelang, in meinem Schädel zu verankern, dass der Staukasten über den Frontsitzen für Menschen meiner Körpergröße ein unüberwindbares und nicht nachgebendes Hindernis bei einer Kollision darstellt. Erfreulich war auch, dass sich der Fiat Ducato, der als Basis für unseren Camper diente, mit knapp 9 Litern begnügte. Das war bei den Spritpreisen in Norwegen bestimmt kein Nachteil. Und dass der Zossen endlich über eine richtige 9-Gang-Automatik verfügte, machte das Fahren um einiges angenehmer als in früheren Zeiten.

Tipp:
Wenn ihr ein Wohnmobil mietet, vergleicht genau, was ihr für euer Geld bekommt. Oftmals ist die Ausstattung spartanisch und selbst auf Portalen, in denen Privatpersonen ihre Fahrzeuge zur Miete anbieten, sind die Preise oft exorbitant. Wir haben wieder auf WoMo Drive in Diez im Lahnkreis (www.womo-drive.de) zurückgegriffen, denn dort bekamen wir ein voll ausgestattetes Fahrzeug zu einem fairen Preis. Bis auf die eigenen Klamotten muss man nichts zusätzlich einpacken.

Die Fähre

Wir hatten uns wieder dazu entschieden, mit der Fähre von Hirthals in Dänemark nach Kristiansand in Norwegen überzusetzen. Mit dem Schiff des Anbieters Fjord Line geht das recht fix und dauert, je nach Wind und Wetter, 2:15 bis 2:30 Stunden. Ein scheinbarer Nachteil ist, dass ihr bei der Ankunft in Kristiansand von den bekannten Touristenregionen noch relativ weit entfernt seid. Aber die Küste westlich von Kristiansand ist bereits sehr hügelig und bietet einen wunderbaren Vorgeschmack auf das restliche Norwegen. Und östlich von Kristiansand locken die für norwegische Verhältnisse sonnenverwöhnten Badeorte und die Region Telemark.

Thumb_Bericht

Portugal Sommer 2022

Im September 2022 machten wir uns wieder auf den Weg in den Süden Portugals. Wir hatten mal wieder Lust auf die Algarve und auf das kleine Örtchen Fuseta. Wir nahmen die Strapazen auf uns und fuhren mit dem PKW. Auf dem Hinweg ließen wir uns Zeit und streckten die Anreise über 5 Tage mit Zwischenstopps in Frankreich und Spanien. Einen ausführlichen Reisebericht gibt es an dieser Stelle nicht, denn das Abhängen und die Erholung standen im Vordergrund. Wir belassen es an dieser Stelle bei der Darstellung von einigen Eindrücken und zeigen Euch ein paar Bilder.

Zwischenstopp in Frankreich

Wir wollten mal wieder ein bisschen auf Kultur machen und ein oder zwei Schlösser in Frankreich besichtigen. Deshalb führte unsere 1. Etappe in das Loiretal nahe des Ortes Cheverny, wo wir zwei Nächte in einem Hotel vorab gebucht hatten. Das Hotel lag, wie häufig, etwas außerhalb, aber in Fußweite gab es ein Restaurant mit einem ordentlichen Preis-/Leistungsverhältnis, das uns an den beiden Abenden unserer Anwesenheit leckeren Speis und Trank verabreichte.

Auf Kultur gemacht wurde bei der Besichtigung der Schlösser Chambord und Cheverny.

Schloss Chambord

Das Schloss Chambord ist sicherlich das beeindruckendere, gilt es doch als das prächtigste aller Schlösser im Loiretal. Errichtet wurde es in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Franz I. Der Knabe benötigte dringend ein Jagdschloss und wollte natürlich auch 
noch ein wenig angeben. Bescheidenheit ist eine Zier der Könige, und so riss er sich zusammen und beließ es bei knapp bemessenen 440 Räumen in seinem neuen Eigenheim. Zentralheizungen waren seinerzeit noch nicht in Mode und 365 Feuerstellen sorgten für die notwendige Wärme in der kühleren Jahreszeit. Die unbeheizten Räume waren dann vermutlich den Bediensteten vorbehalten, damit sie nicht zu viel schliefen und sich stattdessen lieber warm arbeiteten. Schließlich ließ der liebe Franz noch 84 Treppen einbauen, damit man sich nicht alle naselang begegnete.

Jedenfalls sind wir in dem Schloss und seinem Park ordentlich rumgelatscht und konnten das prunkvolle Leben der Bessergestellten in der damaligen Zeit nachempfinden. Pech hatten wir dahingehend, dass der prunkvolle Bau während unseres Besuches nahezu vollständig eingerüstet war, weil er wieder auf Vordermann gebracht wird.

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Portugal 2018 - Teil 4

Schlussspurt in der Berichterstattung über unseren Portugal-Urlaub 2018. Nach vier Wochen in der Algarve machten wir uns auf den Heimweg Richtung Deutschland. Aber in Portugal hatten wir uns noch zwei Ziele gesetzt: Zum einen wollten wir Coimbra nördlich von Lissabon noch einen Besuch abstatten. Zum anderen zog es uns in das Douro-Tal weiter im Nordosten, das für den Weinanbau und die tollen Aussichten bekannt ist. Es hat sich gelohnt.

Ende September war es dann soweit, wir sagten Fuseta Adieu. Zwei weitere Übernachtungen in Portugal waren vorgesehen. Zunächst standen circa 460 Kilometer von Fuseta nach Coimbra auf dem Plan. Auf der Fahrt dorthin hatten wir einen Zwischenstopp in Fatima vorgesehen.

Fatima

Bis zum Jahre 1917 war Fatima ein unbekannter Ort. Dies änderte sich in dem genannten Jahr, als der Sage nach drei Hirtenkinder Zeugen mehrerer Erscheinungen der Nossa Senhora do Rosário (Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz) wurden. Die Kirche stand dem eher ablehnend gegenüber, aber sie musste sich dem Druck des Volkes beugen und im Jahre 1930 wurde die Erscheinung von der katholischen Kirche offiziell anerkannt. Zwischenzeitlich ist Fatima zu einer Großstadt gewachsen und zum bedeutendsten Pilgerort Portugals geworden. Jeden Monat kommen Tausende von Gläubigen in den Ort, oft zu Fuß, und noch heute bewegen sich viele auf den Knien zur Basílica de Nossa Senhora do Rosário de Fátima bzw. der daneben liegenden Capela das Aparições (Kapelle der Erscheinungen). Gegenüber der Basilika wurde im Jahre 2007 die neue Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit eingeweiht. Mit 9.000 Sitzplätzen ist sie die viertgrößte katholische Kirche der Welt und bislang der größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts. Die alte Basilika fanden wir beeindruckend, die neue gefiel uns eher weniger. Ein weiteres Superlativ ist der Kirchenvorplatz zwischen den beiden Basiliken, es ist nämlich der größte der Welt. Wir waren etwas knapp mit der Zeit und deshalb verließen wir Fatima relativ zügig wieder. Im Ort selbst war es auch zu voll.

Coimbra

Coimbra ist ebenfalls ein historischer Ort und er galt lange als das kulturelle und intellektuelle Zentrum Portugals. Coimbra ist auf einem Hügel gebaut und steigt vom längsten Fluss des Landes, dem Mondego, empor. Wer den Ort erkunden will, muss konditionsmäßig einigermaßen auf der Höhe sein, denn viele Sehenswürdigkeiten gilt es zu erklimmen. So befinden sich die Universität von Coimbra und ihre sehenswerte Bibliothek aus dem 18. Jahrhundert sowie das Kunstmuseum Machado de Castro, der Botanischen Garten und die Neue Kathedrale (Sé Nova) aus dem 16. Jahrhundert allesamt ganz oben auf dem Berg. Für den Rückweg empfehlen wir euch den "Rückenbrecher", so wird eine Treppe mit unzähligen Stufen hinunter in das historische Zentrum genannt. Dort könnt ihr euch dann in einem der vielen Cafés und Restaurants stärken und weitere Sehenswürdigkeiten wie die Alte Kathedrale (Sé Velha), die Kirche Santa Cruz und die Stadthalle besuchen.

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Portugal 2018 - Teil 3

Wie im ersten Bericht über unseren Portugal-Urlaub 2018 erwähnt, sind wir zunächst durch den Norden und die Mitte Portugals gereist, um anschließend im Süden des Landes, in der Algarve, einige Wochen zu relaxen. Dabei zog es uns wieder einmal nach Fuseta, einem Ort, den wir bereits im Jahr 2016 kennen- und liebengelernt haben. Anfang September war der ideale Zeitpunkt für unseren Aufenthalt: Die Touristenströme in der Region ebbten ab.

Algarve

Die etwas über 350 Kilometer von Óbidos nördlich von Lissabon nach Fuseta in der Algarve sind wir gemütlich über die Landstraßen gezottelt. Wir hatten es nicht eilig und so sparten wir auch noch die Maut, die in Portugal vor allem, wenn - wie in unserem Fall - der Wagen in Höhe der ersten Achse über 105 cm ist, nicht billig ist. Unser Ziel erreichten wir am frühen Nachmittag bei herrlichstem Wetter. Wir bezogen die gemietete Wohnung, richteten uns ein und machten erst einmal die Besorgungen für die ersten Tage.

Bildergalerien zur Algarve sind in diesem Berichtsteil nicht implementiert, da diese unter Sehenswertes zu den einzelnen beschriebenen Orten abgerufen werden können.

Fuseta

Warum Fuseta? Wir waren, wie bereits erwähnt, schon des Öfteren in der Algarve. Zwei Orte haben wir dabei besonders ins Herz geschlossen: Zum einen Carrapateira an der rauen Westküste der Algarve und zum anderen das kleine Städtchen Fuseta in der sogenannten Sand-Algarve im Naturschutzgebiet Ria Formosa. Trotz des Tourismus, den es zweifelsohne auch in Fuseta gibt, hat der Ort seinen ursprünglichen Charme als Fischerdorf bisher erhalten können. Die für die Region typischen quadratischen und weiß getünchten Häuser zieren die Gassen und Sträßchen. Früh am Morgen fahren die Fischer mit ihren kleinen Bötchen auf das Meer hinaus, um einige Stunden später mit einem eher spärlichen Fang in den Hafen im Kanal zurückzukehren. Nach Feierabend wird am Kanal eine Runde Boule gespielt.

Die Bewohner treffen sich von morgens früh bis in den Abend in den Cafés in der Rua da Liberdade und auf dem Dorfplatz, die letzten Neuigkeiten werden ausgetauscht. Die Touristen mischen sich tagsüber unters Volk und entschwinden am Abend nach dem Essen wieder in ihre Ferienwohnungen und -häuser im Umland. Dann gehört Fuseta wieder den Einheimischen und der begrenzten Anzahl von Touristen, die im Ort eine Bleibe gefunden haben. Um Missverständnissen vorzubeugen, im Juli und August wird es auch in Fuseta tagsüber proppenvoll, aber das ist heute nun einmal überall der Fall, wo es schön ist und das Meer lockt. Und zu allem Überfluss hat der Schriftsteller Gil Ribeiro noch einen Bestseller mit seinem Buch "Lost in Fuseta" gelandet und damit den Ort der Öffentlichkeit noch bekannter gemacht.

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Portugal 2018 - Teil 2

Weiter geht es mit unserer Berichterstattung über unsere Portugalreise im Jahre 2018. Im zweiten Teil des Berichtes erzählen wir euch, wie wir in Nordportugal plötzlich vor Sacré-Cœur standen, wie in Porto die Cholesterinkatastrophe über uns hereinbrach, wie schmerzhaft eine Stadtbesichtigung in Porto auf den eigenen zwei Beinen ist und wie dem Portugiesen Fische ins Netz gehen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.

Viana do Castelo

Zum Abschluss des ersten Teils sind wir ja heil in Viana do Castelo im Norden an der Costa Verde angekommen und haben den Abend bei leckerem Fisch und einer nicht näher zu benennenden Anzahl von Gläsern Wein genossen. Anderntags waren wir recht früh auf den Beinen, kann ja mal passieren. Zuerst setzten wir uns nach dem Frühstück ins Auto, denn oben auf dem Berg sollte es eine sehenswerte Kirche geben. Und plötzlich fühlten wir uns fast wie in Paris: Die Santuário de Santa Luzia (Basilika) ist eine etwas kleiner geratene Kopie von Sacré-Cœur in Paris. 1904 begann man, diese Kirche zu bauen, fertiggestellt wurde sie aber erst 1959. Die Gründe für die Verzögerungen kennen wir nicht. Von hier oben hat man auch einen schönen Panoramablick auf Viana do Castelo, die Küste und das Umland.

Zurück im Ort war ein Spaziergang im Ort mit Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme angesagt. Geparkt haben wir auf einem Parkplatz am Ufer des Rio Lima, denn wir waren zu faul, vom Hotel wieder in die Stadt zu latschen, was ja am Abend eh wieder bevorstand. Zunächst ging es vorbei am Hospitalschiff Gil Eannes. Gebaut wurde es in den 50er-Jahren in Viana do Castelo und es unterstützte die Fischfangflotte in Neufundland. Anstatt es zu verschrotten, restaurierten die Portugiesen das Schiff nach seinem ersten Leben und nun erinnert es an die Geschichte des Kabeljaufangs in der Region. Sämtliche Teile des Schiffes können besichtigt werden, von den Operationssälen bis hin zum Maschinenraum.

Weiter ging es in die Altstadt. Viana do Castelo hat nur ca. 90.000 Einwohner. Damit ist die Altstadt recht kompakt und in überschaubarer Zeit zu erkunden. Aber das lohnt allemal: Alte Kirchen, schöne alte Gebäude, attraktive Plätze, lokale Geschäfte jedweder Couleur und nette Cafés machen den Aufenthalt kurzweilig. Nicht entgehen lassen solltet ihr euch die Kirche (Igreja) Santa Casa Da Misericórdia am Praça da República. Ihr unscheinbares Äußeres lässt nicht erahnen, was euch nach dem Betreten erwartet: Ein mit viel Blattgold und unzähligen, typisch portugiesisch Fliesen (Azulejo) gestalteter Innenraum. Den lächerlich niedrigen Eintritt von 1 € pro Person solltet ihr unbedingt investieren.

Das Abendessen in Viana do Castelo war durchwachsen, der Fleischeintopf sehr trocken. Aber dagegen kann man ja was tun und, wenn man es nicht übertreibt, anschließend auch gut schlafen.

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Portugal 2018 - Teil 1

Im Sommer 2018 haben wir uns den Luxus erlaubt, sechs Wochen am Stück in Portugal zu verbringen. Aber keine Bange, dies wird kein ellenlanger Bericht, denn vier Wochen davon waren wir faul und haben uns in der Algarve die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Unternommen haben wir die Tour mit dem PKW und circa 7.000 Kilometer sind wir gefahren. Dabei erlebten wir Wundersames: Es gab keinen einzigen Stau, noch nicht einmal in Paris.

Update

Kurze Information vorweg: Unter dem Menüpunkt "Vlogs" gibt es zwischenzeitlich einen Bericht in drei Teilen über unsere Portugalreise 2018. Oder geht direkt auf unseren YouTube Kanal "ZeitZuReisen".

Die Anreise

Unsere Fahrt in den Norden Portugals haben wir in drei Etappen mit zwei Übernachtungen unternommen. Am ersten Tag ging es vom Düsseldorfer Raum via Aachen, durch Belgien und über Paris bis nach Poitiers in Frankreich. Übernachtet wurde in einem typischen Touristenhotel am Rande des Ortes. Aber die Herberge war günstig und ordentlich. Nur leider war unser Zimmer nach hinten gelegen und da gab es eine vierspurige Hauptstraße. Aber wir haben ein paar Stunden gepennt.

Am zweiten Tag standen knapp 700 km auf dem Programm, von Poitiers nach Burgos in Spanien. Zwischen Poitiers und Bordeaux haben wir die vierspurig ausgebaute Landstraße (N10) statt der Autobahn genommen. Das spart ein paar Euro. Burgos ist ein nettes Städtchen mit Zeugnissen aus dem Mittelalter wie die Kathedrale, die Altstadt und die Stadtmauer. Leider hatten wir keine Zeit den Ort zu erkunden und wir waren auch zu müde. Wieder ging es in ein Touristenhotel am Stadtrand, es war gut & günstig. Nur das Restaurant öffnete - typisch Spanien - erst um 21 Uhr. Stattdessen gab es Fast Food bei McDoof oder so.

Guimarães

Die dritte Etappe brachte uns dann nach Portugal. Das von Burgos ca. 640 km entfernte Guimarães im Norden des Landes war das Tagesziel. Die Hotelsuche gestaltete sich ein wenig schwierig, das Navi jagte uns erst einmal in eine gleichnamige Straße im Nachbarort. Aber schließlich fanden wir das kleine und nette Hotel do Paco. So richtig zentral lag es nicht, es war eher in einem Vorort. Aber egal, wir hatten ja das Auto dabei, das in Erinnerung an Guimarães ein kleines Andenken von der Hotelmauer in der Türe mitnahm. »K« sollte 'mal lernen, die Tür richtig festzuhalten, wenn das Auto sich in Schräglage befindet.

Norwegen-2019-Teil-5

Norwegen 2019 - Teil 5

Ups, manchmal dauern die Dinge etwas länger als geplant. Es war verdammt viel los in letzter Zeit und deshalb erscheint der fünfte und letzte Teil des Berichtes über unsere Norwegenreise erst jetzt. Zuletzt waren wir in und am Eidfjord. Jetzt geht es wieder ein gutes Stück am Hardangerfjord entlang und wir besuchen drei bekannte Wasserfälle in Norwegen. Schließlich gibt es einen Abstecher zum Lysefjord und an der Südküste Norwegens fahren wir zurück nach Kristiansand.

29. Juni 2019 - Der Hardangerfjord und die Wasserfälle

Am Morgen verließen wir den recht schön in und am Eidfjord gelegenen Campingplatz. A bisserl müd waren wir, denn im Nachbarwohnmobil hatten die jungen Eltern sichtlich Probleme, ihr weinendes Baby des Nachts zu beruhigen.

Hardangerfjord

Auf der Rv13 ging es zunächst den Hardangerfjord entlang bis nach Kinsarvik. Von dort aus führt die Rv13 circa 40 Kilometer am Sorfjord bis nach Odda, Der Sorfjord ist ein Seitenarm des Hardangerfjords. Das Wetter spielte mit und so konnten wir die grüne und fruchtbare Landschaft entlang des Fjordes genießen und legten manchen Stopp ein.

 

 

Vidfossen

Ungefähr 10 Kilometer hinter Odda erreichten wir den Vidfossen. Einen Parkplatz zum Anhalten gibt es an dem Wasserfall nicht und deshalb fährt man recht schnell an ihm vorbei, was wir auch taten. Erst am Latefossen merkten wir, dass wir den Vidfossen offensichtlich verpasst hatten, drehten um und fuhren die paar Kilometer zurück. Der Vidfossen zählt jetzt nicht zu Norwegens spektakulärsten Wasserfällen, aber er stürzt aus immerhin 340 Metern über zwei große Stufen hinunter ins Oddadalen. Und schön anzuschauen ist er auch.

Norwegen-2019-Teil-4

Norwegen 2019 - Teil 4

Im vierten Teil unserer Reisebeschreibung über unseren Norwegenurlaub 2019 fahren wir mit der Fähre durch den Sogne-, Aurlands- und Naeroyfjord, leider nicht bei bestem Wetter. Wir besuchen mit Bergen eine der schönsten Städte in Norwegen und erkunden das Weltkulturerbe Bryggen. Wir bewundern die ersten der bekannten Wasserfälle in Norwegen, den Tvindefossen und den Vøringsfossen. Und wir genießen die schöne und grüne Landschaft am Hardangerjford.

25. Juni 2019 - Ein Abstecher nach Sandane, Fahrt durch das Sogndal und mit der Fähre durch die Fjorde

Der Dienstagmorgen in Byrkjelo erwartete unsd mit tiefhängenden Wolken. Leider kein gutes Omen für diesen Tag. Aber der Norwegenurlauber muss wettermäßig mit allem rechnen und so machten wir uns nach dem Frühstück gut gelaunt auf den Weg.

Sandane und Gloppefjord

Zunächst machten wir einen Abstecher nach Sandane am Gloppefjord, einem Seitenarm des Nordfjords. Es war eine feuchte Angelegenheit, so dass wir uns nach einem kurzen Stopp am Fjord wieder auf den Weg machten.

 

 


Von Sandane nach Kaupanger

Anschließend fuhren wir in südöstliche Richtung zunächst wieder nach Byrkjelo. Hinter Byrkjelo legten wir an dem See Bergheimsvatnet einen kurzen Fotostopp ein, um die wolkenverhangenen Berge abzulichten.

Norwegen-2019-Teil-3

Norwegen 2019 - Teil 3

Im dritten Teil unserer Reisebeschreibung über unseren Norwegenurlaub 2019 verlassen wir Dombås und fahren Richtung Åndalsnes. Vor Åndalsnes biegen wir ab und auf uns wartet eine der schönsten und berühmtesten Straßen Norwegens, der Trollstigen. Weiter geht es nach Geiranger, Norwegens bekanntestem Fjord. Vom Aussichtspunkt Dalsnibba haben wir einen prachtvollen Blick auf den Fjord. Dann passieren wir Stryn, Loen, Olden und Utvik und erreichen Byrkjelo.

22. Juni 2019 - Über den Trollstigen und durch das Valldal nach Geiranger

Der heutige Tag war sicherlich einer, dem wir besonders entgegenfieberten, denn wie oft hatte ich mir vorgenommen, endlich einmal über den Trollstigen zu fahren. Aber erst mussten wir von Dombås dort hingelangen und auf dieser Fahrt gab es wieder tolle Landschaften zu sehen.


Romsdalen

Wir verließen Dombås in nordwestlicher Richtung und entlang der E136 erwartete uns das wundervolle Tal Romsdalen. Das Romsdalen erstreckt sich über eine Länge von ca. 60 Kilometern zwischen den Gemeinden Lesja in der Provinz Oppland und Rauma in der Provinz Møre og Romsdal. Das Tal ist schmal und an beiden Seiten ist es von hohen Gipfeln gesäumt. Durch das Tal verläuft der Fluss Rauma, der bei Lachsanglern sehr beliebt ist. Für uns war die Fahrt durch das Romsdalen eine der landschaftlich schönsten Strecken in Norwegen.

 

 

Slettafossen

Ca. 40 Kilometer vor Åndalsnes und kurz vor Verma lohnt sich ein weiterer Stopp im Romsdalen. Hier drängt sich der Fluss Rauma durch eine 30 bis 40 Meter hohe Schlucht und mündet schließlich in den Wasserfall Slettafossen.

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Norwegen 2019 - Teil 2

Im zweiten Teil unserer Reisebeschreibung über unseren Norwegenurlaub 2019 fahren wir von Flåm und Aurland über die Schneestraße nach Lærdal. Dann geht es nach Norden durch das Sogndal in das Jostedal zum Nigardsbreen. Über die Sognefjell Touristenstraße fahren wir am Lustrafjord entlang, durchqueren das Sognefjell und erreichen Lom. Schließlich übernachten wir in dem kleinen Ort Dombås, bevor es dann im dritten Teil unserer Reiseberichterstattung zum Geirangerjord geht.

19. Juni 2019 - Über die Schneestraße, das Aurlandsfjell und das Sognefjell in das Jostedal

An diesem Mittwoch war frühes Aufstehen angesagt. Denn bereits am Nachmittag zuvor waren wir ein Stück in Richtung der Schneestraße gefahren und wir waren erschrocken ob der Touristenmassen, insbesondere in den zahlreichen Reisebussen. Da macht das Fahren auf der engen, steilen und kurvigen Straße nicht wirklich Spaß. Also wurde der Wecker auf 6 Uhr gestellt, für uns eine Unzeit, und mit dem Öffnen der Schranke des Campingplatzes um 7 Uhr verließen wir Flåm. Es ging zurück bis nach Aurland und dann hinauf auf die Schneestraße.

Schneestraße (Bjørgavegen)

Die Schneestraße, auch Schneeweg oder Aurlandsvegen genannt, war früher die Hauptverbindungsstraße von Aurland nach Lærdal. Offiziell heißt die Straße "Bjørgavegen" - Verwirrung pur. Die Passstraße führt durch die Hochebene des Aurlandsfjellet, ist 48 Kilometer lang, erreicht ihren höchsten Punkt bei 1.306 Metern über dem Meeresspiegel und ist nur vom 1. Juni bis Mitte Oktober geöffnet.

Heutzutage fährt der Hauptverkehr durch den Lærdalstunnel. Er ist mit ca. 24,5 Kilometern der längste Straßentunnel der Welt. Aber wir wollten ja etwas sehen und wählten den beschwerlicheren Weg über die Hochebene.

Für uns hat sich der zeitntensivere Weg über die Schneestraße in jedem Fall gelohnt. Zwar war der vorangegangene Winter nicht so Schnee-intensiv wie gewöhnlich, aber die Landschaft gibt ein eindrucksvolles Bild ab.   

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Norwegen 2019 - Teil 1

Am 14. Juni 2019 war es endlich soweit: Nach über 30 Jahren ging es mal wieder in Richtung Norwegen. Und eine Premiere war auch dabei: Zum ersten Mal in unserem Leben machten wir uns mit dem Wohnmobil auf den Weg. Ich, Klaus, mit Euphorie, meine Frau, B., eher mit Skepsis. Um es vorwegzunehmen: Unser Trip nach Norwegen war ein voller Erfolg. Und unser beider Erkenntnis: Norwegen kann man eigentlich gar nicht anders als mit dem Wohnmobil bereisen.

Die Vorbereitungen

Da wir kein eigenes Wohnmobil besitzen, musste eins gemietet werden. Schnell war klar, es sollte ein Kastenwagen sein, denn bei unserer ersten Fahrt mit einem Reisemobil wollten wir auf Norwegens engen Straßen nicht mit einem zu breiten Gefährt rumkurven.

Fündig wurden wir bei WoMo Drive in Diez im Lahnkreis (www.womo-drive.de). Denn da gab es einen Pössl Roadcruiser Revolution zu mieten, der zwei Grundvoraussetzungen erfüllte: Ich konnte es mir mit meinen 191 cm Körperlänge in den Längsbetten einigermaßen bequem machen und ich konnte mich im Wohnmobil bewegen, ohne ständig den Kopf einziehen zu müssen. Gestoßen habe ich mir den Kopf aber dennoch gefühlte 427 Mal, denn auf engen Raum gibt es ausreichend Ecken und Kanten.

Der Zossen hatte auch schnell einen Kosenamen, wir nannten ihn liebevoll "unser Wohnklo". Um wieder etwas vorwegzunehmen: Sowohl die Wahl des Vermieters als auch die des Pössl Roadcruiser Revolution waren Gute. Wir bekamen eine ausführliche Einweisung, der Wagen war so gut wie neu und er war top ausgestattet. Wir mussten nichts extra mieten, wie das oft bei anderen Vermietern der Fall ist und der Mietpreis lag trotzdem nicht über den der Wettbewerber. Eine Solaranlage mit einer zweiten Aufbaubatterie wäre noch schön gewesen, dann wäre es mit der Autarkie und dem Freistehen etwas einfacher gewesen. Aber man kann nicht alles haben.

Dann stand auf der Liste der Vorbereitungen vor der Reise natürlich der Einkauf von Proviant. Doch trotz aller Warnungen vor den hohen Preisen in Norwegen hatten wir das Wohnmobil nicht bis unters Dach mit Lebensmitteln und Getränken vollgestopft, denn um norwegische Supermärkte wollten wir keinesfalls einen Bogen machen. Der Norweger als solcher sollte an uns schließlich auch etwas verdienen. Und so schlimm war es mit den Preisen dann auch nicht. Klar, die Sachen kosten hier und da oft mal das Doppelte oder sogar mehr, aber bei Reisen in den Süden Europas geht man häufig essen und das ist dann teurer. Und in der Mischung mit dem mitgebrachten Proviant sank der Schnitt ja auch deutlich.

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Island 2020 - Teil 3

Im dritten und letzten Teil unseres Berichtes über unsere Rundreise auf Island waren wir wettermäßig weiterhin nicht über den Berg, aber immerhin: Der ein oder andere Morgen überraschte uns mit Sonnenschein oder sonnig-wolkigem Wetter. Dabei ging es zunächst vom Osten in den Norden Islands, die Touristen wurden immer weniger und das Wetter stetig besch.... Als wir dann zum Abschluss zurück nach Reykjavik fuhren, war der Wettergott schließlich besser gelaunt.

Von Egilsstaðir nach Myvatn

Egilsstaðir

Egilsstaðir ist das einzige Städtchen in der Region, hat knapp 2.300 Einwohner und ist ein kleines Dienstleistungszentrum. Bemerkenswertes gibt es hier nicht und Egilsstaðir diente uns nur als Übernachtungsort und als Ausgangspunkt der Tagesetappe.

Hinter Egilsstaðir ist die Fahrt durch die Landschaft zunächst recht unspektakulär, aber nach einer Weile geht es in höhergelegene Regionen. Dort zeigt sich eine wunderschöne Berglandschaft. Welches Glück, dass das Wetter für einige Stunden mitmachte und so herrliche (Foto-)Motive preisgegeben wurden.

Schade, dass meine Kamera über keine GPS-Funktion zur Dokumentation der Position verfügt. Beim nächsten Mal sollten Parallel Fotos mit dem Mobiltelefon gemacht werden. Nachher ist man immer schlauer.

 

Island_2020_Teil_2

Island 2020 - Teil 2

Hatten wir in den Tagen zuvor gutes bis hervorragendes Wetter, so zeigte sich Island jetzt von der anderen Seite. Unser Reiseplan wurde an der ein oder anderen Stelle durcheinandergeworfen und am Skaftafell saßen wir für 36 Stunden fest, weil aufgrund eines Schneesturms alle Straßen gesperrt wurden. Das war schade, aber nicht zu ändern. Weiter geht es hier mit Teil 2 der Berichterstattung über unsere Rundreise durch Island im Februar 2020.

Von Sellfoss zum Skaftafell

Seljandsfoss

Den ersten Tagesstopp legten wir an dem Wasserfall Seljandsfoss ein. Der kommt zwar nicht so imposant wie der Gullfoss daher, aber er zählt zu den schönsten Wasserfällen Islands, was wir bestätigen können. Das hat natürlich seinen Preis, denn er ist ganzjährig gut besucht. Der Seljandsfoss liegt in unmittelbarer Nähe der Ringstraße, was natürlich gerade im Winter von Vorteil ist. Auf dem Parkplatz wird eine überschaubare Gebühr fällig.

Gespeist wird der Seljandsfoss vom Fluss Seljalandsá. Das Wasser stürzt circa 65 Meter in die Tiefe. Etwas hinter der Felswand liegt der Gletscher mit dem zungenbrechenden Namen Eyjafjallajökull. Allerdings ist der Gletscher vom Wasserfall aus nicht zu sehen.

Der Seljandsfoss ist der einzige Wasserfall in Island, den man über eine Treppe und einen erdigen Weg auch von hinten bewundern kann. Na ja, zumindest theoretisch, denn im Winter sind Treppe und Weg vollständig vereist (siehe Bildergalerie).

 

Island_2020_Teil_1

Island 2020 - Teil 1

Mitte Februar 2020 war ich mit meinem Sohn für 11 Tage auf oder in Island. Wie heißt es eigentlich richtig? Es war eine Reise mit kleinen Hindernissen und insbesondere während der letzten Woche hätte das Wetter ein klein wenig besser sein können. Aber hey, Island ist Island, und da kann das Wetter sich minütlich ändern. Mit dem Leihwagen fuhren wir ein Mal um die ganze Insel. Ich will Euch nicht mit einem endlosen Erlebnisbericht langweilen, sondern zeige Euch, wo wir waren.

Die Umgebung von Rekjavik

Kleifarvatn

Der See Kleifarvatn befindet sich auf der isländischen Reykjanes-Halbinsel. Von Reykjavik aus sind es knapp 30 Kilometer in südliche Richtung. Wer will, kann in dem Städtchen Hafnarfjörður einen Zwischenstopp einlegen. Hafnarfjörður hat außer einem kleinen Hafen und Einkaufsmöglichkeiten allerdings nicht viel zu bieten.

Die Lage des Kleifarvatn ist schon beeindruckend und mit Sicherheit eine Anreise wert. Der See ist sehr schön von Bergen umgeben, darunter der 407 Meter hohe Sveifluháls. An den verschiedensten Stellen bieten sich lohnenswerte Aussichten und Fotomotive.

In der Umgegend des Kleifarvatn gibt es zahlreiche aktive Vulkane. Der See selbst liegt im Vulkangebiet Krýsuvík, das wir anschließend erkundeten.

Der Sage nach gibt es im Kleifarvatn ein Seeungeheuer. Also ist Vorsicht geboten!

Sommer_2020_Artikel_04

Sommer 2020 (Teil 4) - Ostsee

Zum Abschluss ging es dann noch einmal für 9 Tage an die Ostsee nach Mecklenburg-Vorpommern. Der Trip hat zwar nichts mehr mit dem Sommer 2020 zu tun, denn es war bereits Oktober, aber lassen wir an dieser Stelle mal fünf gerade sein. Beheimatet waren wir in dem weltberühmten Seebad Börgerende-Rethwisch, wo so manch ein Adliger oder Prominenter noch nie seinen Urlaub verbracht hat. Aber wir wollen nicht klagen, wir waren gut untergebracht und konnten uns zu jeder Zeit über den schönen Blick auf die Ostsee freuen.

Die Reise an die Ostsee unternahmen wir mit vier Personen in zwei Fahrzeugen. Selbstverständlich hatten wir zwei Tage vor der Abreise noch brav einen Corona Test machen lassen, um die Einreisebestimmungen des Bundeslandes zu erfüllen. Am Tag vor der Abreise hat dann das Verwaltungsgericht Greifswald das Beherbergungsverbot in Meck-Pom für rechtswidrig erklärt. Außer Spesen nichts gewesen, aber immerhin konnten wir, da alle Tests negativ ausgefallen waren, am Donnerstag mit ruhigem Gewissen aufbrechen.

Überrascht waren wir über die Anzahl der Touristen, die nach der Aussetzung des Beherbergungsverbotes bereits im Bundesland waren. Das waren jetzt zwar keine Heerscharen, aber wir konnten uns kaum vorstellen, dass alle erst seit gestern angereist waren.

Einleitend habe ich mich ja bereits ein bisschen ironisch über Börgerende-Rethwisch geäußert. Es ist halt ein Örtchen, das überwiegend der Beherbergung von Reisegästen dient und keine Seele hat. Aber: Man wohnt direkt an der Ostsee, die Unterbringung erfolgt in modernen Wohnungen, ein Strand ist vorhanden und verhungern muss man auch nicht. Wir waren zufrieden.

Auch geographisch konnten wir nicht meckern, denn von Börgerende aus konnten wir unsere Ausflüge gut unternehmen. Das waren jetzt nicht allzu viele, weil Einer von uns nicht gut zu Fuß war und das Wetter auch nicht immer mitspielte, aber wir konnten uns wieder einmal davon überzeugen, wie schön Mecklenburg-Vorpommern und die Ostseeküste sind. Einzig hat meine Schwägerin darüber gemeckert, wie klein die Wellen an der Ostsee gegenüber denen an der Nordseeküste sind.

Sommer_2020_Artikel_03

Sommer 2020 (Teil 3) - Toskana 2/2

Und weiter geht es mit den Touren durch die Toskana im September 2020. Es stand noch Einiges auf dem Programm, manches viel aber buchstäblich ins Wasser, weil die dritte Woche vollständig verregnet war. Aber es ging noch nach Castiglione del Lago, nach Anghiari, in die wunderschöne Chianti Region mit den Orten Radda und Greve, ins Val (Tal) d'Elsa, in das faszinierende San Gimignano, nach Ancona, in die tollen Bergdörfer Sorano und Pitigliano, zur Burg in Radicofani und in das verregnete Florenz.

Toskana 2020

Castiglione del Lago

Der Trasimenische See erlangte 217 v. Chr. traurige Berühmtheit, als im 2. Punischen Krieg Hannibal dem römischen Heer hier eine vernichtende Niederlage beibrachte.

Am Lago Trasimeno befinden sich einige Dörfer, in denen der Fischfang noch eine bedeutende Rolle spielt. Der See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet Umbriens. Hier befinden sich Campingplätze, Freizeiteinrichtungen, Badeanstalten und Beherbergungsbetriebe.

Castiglione del Lago ist der größte Ort am Lago Trasimeno. Er liegt am Westufer des Sees. Castiglione del Lago ist nicht allzu groß, ein kurzer Besuch des Ortes lohnt sich aber.

 

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