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Portugal Sommer 2022

Im September 2022 machten wir uns wieder auf den Weg in den Süden Portugals. Wir hatten mal wieder Lust auf die Algarve und auf das kleine Örtchen Fuseta. Wir nahmen die Strapazen auf uns und fuhren mit dem PKW. Auf dem Hinweg ließen wir uns Zeit und streckten die Anreise über 5 Tage mit Zwischenstopps in Frankreich und Spanien. Einen ausführlichen Reisebericht gibt es an dieser Stelle nicht, denn das Abhängen und die Erholung standen im Vordergrund. Wir belassen es an dieser Stelle bei der Darstellung von einigen Eindrücken und zeigen Euch ein paar Bilder.

Zwischenstopp in Frankreich

Wir wollten mal wieder ein bisschen auf Kultur machen und ein oder zwei Schlösser in Frankreich besichtigen. Deshalb führte unsere 1. Etappe in das Loiretal nahe des Ortes Cheverny, wo wir zwei Nächte in einem Hotel vorab gebucht hatten. Das Hotel lag, wie häufig, etwas außerhalb, aber in Fußweite gab es ein Restaurant mit einem ordentlichen Preis-/Leistungsverhältnis, das uns an den beiden Abenden unserer Anwesenheit leckeren Speis und Trank verabreichte.

Auf Kultur gemacht wurde bei der Besichtigung der Schlösser Chambord und Cheverny.

Schloss Chambord

Das Schloss Chambord ist sicherlich das beeindruckendere, gilt es doch als das prächtigste aller Schlösser im Loiretal. Errichtet wurde es in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Franz I. Der Knabe benötigte dringend ein Jagdschloss und wollte natürlich auch 
noch ein wenig angeben. Bescheidenheit ist eine Zier der Könige, und so riss er sich zusammen und beließ es bei knapp bemessenen 440 Räumen in seinem neuen Eigenheim. Zentralheizungen waren seinerzeit noch nicht in Mode und 365 Feuerstellen sorgten für die notwendige Wärme in der kühleren Jahreszeit. Die unbeheizten Räume waren dann vermutlich den Bediensteten vorbehalten, damit sie nicht zu viel schliefen und sich stattdessen lieber warm arbeiteten. Schließlich ließ der liebe Franz noch 84 Treppen einbauen, damit man sich nicht alle naselang begegnete.

Jedenfalls sind wir in dem Schloss und seinem Park ordentlich rumgelatscht und konnten das prunkvolle Leben der Bessergestellten in der damaligen Zeit nachempfinden. Pech hatten wir dahingehend, dass der prunkvolle Bau während unseres Besuches nahezu vollständig eingerüstet war, weil er wieder auf Vordermann gebracht wird.

Norwegen_2022_Teil_1

Norwegen 2022 - Teil 1

Lange hat es gedauert: Nach 3-jähriger, coronabedingter Zwangspause konnten wir endlich wieder einen Roadtrip in den hohen Norden starten. Am Fronleichnamstag 2022 starteten wir von Düsseldorf aus unsere Reise mit dem Wohnmobil nach Norwegen, die etwas länger als drei Wochen dauerte. Unser Vorsatz: Nicht so viele Kilometer fressen wie bei unserem letzten Besuch. Inklusive An- und Abreise wurden es dann doch wieder exakt 5.000 Kilometer. Aber wir konnten resümieren, dass wir es wesentlich ruhiger als 2019 haben angehen lassen.

Die Vorbereitungen

In der Einleitung ist es schon angeklungen, dass wir unseren Norwegen-Roadtrip 2022 etwas gemächlicher absolvieren wollten als drei Jahre zuvor. Tagestrips von 300 Kilometern innerhalb des eigentlichen Urlaubsgebietes sollte es dieses Mal nicht geben, um Stress während der Reise zu vermeiden. Also wurde wesentlich restriktiver geplant und Reservetage für unerwartete Planänderungen wurden einkalkuliert. In Norwegen geht es auch nicht darum, möglichst große Gebiete abzugrasen, sondern die schöne und abwechslungsreiche Natur zu genießen, die man zwangsläufig anläuft.

Das Wohnmobil

Ein eigenes Wohnmobil besitzen wir weiterhin nicht. Also wurde wieder ein Fahrzeug gemietet. Wir entschieden uns erneut für einen Kastenwagen, mit dem man in Norwegen auch die abgelegenen Straßen problemlos bewältigen kann. Auch wurde es wieder ein Pössl Roadcruiser Revolution, denn in diesem Gefährt kann ich mit meinen 191 cm problemlos stehen und schlafen. Dennoch trug ich die ein oder andere Beule an der Rübe davon, weil es selbst Bärbel nicht gelang, in meinem Schädel zu verankern, dass der Staukasten über den Frontsitzen für Menschen meiner Körpergröße ein unüberwindbares und nicht nachgebendes Hindernis bei einer Kollision darstellt. Erfreulich war auch, dass sich der Fiat Ducato, der als Basis für unseren Camper diente, mit knapp 9 Litern begnügte. Das war bei den Spritpreisen in Norwegen bestimmt kein Nachteil. Und dass der Zossen endlich über eine richtige 9-Gang-Automatik verfügte, machte das Fahren um einiges angenehmer als in früheren Zeiten.

Tipp:
Wenn ihr ein Wohnmobil mietet, vergleicht genau, was ihr für euer Geld bekommt. Oftmals ist die Ausstattung spartanisch und selbst auf Portalen, in denen Privatpersonen ihre Fahrzeuge zur Miete anbieten, sind die Preise oft exorbitant. Wir haben wieder auf WoMo Drive in Diez im Lahnkreis (www.womo-drive.de) zurückgegriffen, denn dort bekamen wir ein voll ausgestattetes Fahrzeug zu einem fairen Preis. Bis auf die eigenen Klamotten muss man nichts zusätzlich einpacken.

Die Fähre

Wir hatten uns wieder dazu entschieden, mit der Fähre von Hirtshals in Dänemark nach Kristiansand in Norwegen überzusetzen. Mit dem Schiff des Anbieters Fjord Line geht das recht fix und dauert, je nach Wind und Wetter, 2:15 bis 2:30 Stunden. Ein scheinbarer Nachteil ist, dass ihr bei der Ankunft in Kristiansand von den bekannten Touristenregionen noch relativ weit entfernt seid. Aber die Küste westlich von Kristiansand ist bereits sehr hügelig und bietet einen wunderbaren Vorgeschmack auf das restliche Norwegen. Und östlich von Kristiansand locken die für norwegische Verhältnisse sonnenverwöhnten Badeorte und die Region Telemark.

Spanien_2021_Teil_1

Spanien 2021

Für Reiseaktivitäten war das Jahr 2021 so ein bisschen ein Seuchenjahr. Hatte es mit dem Trip nach Portugal im Frühjahr 2021 noch gekappt, verdunkelte sich der Himmel alsbald. Bereits frühzeitig hatten wir ein Wohnmobil für unsere Reise im Juni nach Norwegen gechartert. Aber wie im Vorjahr hatte Norwegen die Grenzen zum Reisezeitpunkt zugenagelt. Um den Stornierungsgebühren für den Rücktritt von der Wohnmobilmiete zu entgehen, wurde die nordspanische Atlantikküste als Alternative auserkoren. Wie geplant ging es am 11. Juni 2021 los. Dass eine frische Coronaimpfung und lange Wohnmobilfahrten nicht zusammenpassen, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Bereits nach etwas mehr als einer Woche waren wir schlauer und wir waren wesentlich früher wieder zuhause, als wir dachten.  

Einleitung

Als Wohnmobil hatten wir uns für diesen Urlaub keinen Kastenwagen gemietet, sondern einen Teilintegrierten. Es war ein Knaus Van Ti Plus, also ein Fahrzeug auf MAN Basis. Die Fahreigenschaften waren gut, der Verbrauch rustikal. Ein bisschen geräumiger war es als in dem Pössl Roadcruiser Revolution, den wir das letzte Mal hatten, aber ein Quantensprung war es nicht. Dass der MAN noch kein im Wohnmobilmarkt etabliertes Fahrzeug ist, war an einigen Stellen leicht feststellbar. Das Drehen der Vordersitze war sehr mühsam und erforderte einiges an Geschick. Für die Fenster im Fahrerhaus gab es noch keine Plissees, sondern für die Verdunklung in der Nacht mussten blickdichte Stoffvorhänge verwendet werden, deren Installation etwas umständlich war. Und das Fahrzeug hatte ein gewöhnliches Navi und kein auf Campingfahrzeuge spezialisiertes.    

Das Wichtigste vor der Reise waren die Corona PCR-Tests, die wir am 10. Juni abends machten. Am nächsten Morgen ging es dann in der Hoffnung los, dass die Tests negativ ausfallen würde. Mit der Abreise bis zum Vorliegen der Testergebnisse zu warten ging nicht, denn alle Grenzen mussten bis spätestens 48 Stunden nach der Entnahme der Probe überschritten sein. Die Zusammenfassung dazu: Die Testergebnisse waren negativ, die 48 Stunden konnten wir einhalten und das Dokument hat bei keinem Grenzübertritt irgendjemanden interessiert.

Bei der Anreise nach Spanien legten wir einen Übernachtungsstopp nahe dem französischen Poitiers ein. Wir fuhren den Platz Camping du Futur im Ort Avanton an. Der Campingplatz ist für eine Zwischenübernachtung empfehlenswert, da er sauber ist, die Stellplätze groß und die Sanitäranlagen im guten Zustand sind (Camping du Futur).

Am nächsten Morgen, also am 12. Juni, machen wir uns auf die Weiterreise nach Spanien.

Toskana 2020 Vlog

Im September 2020 verschlug es uns zum ersten Mal in die Toskana nach Italien. Welch ein Fehler, dass wir diesen schönen Landstrich spät in unserem "hohen Alter" erstmals besuchten. Die Landschaft ist ein Traum und das besondere Highlight ist die Vielzahl an historischen Ortschaften mit alten, gut erhaltenen Steinhäusern an den Berghängen. Dagegen haben uns die Küstenteile, die wir angefahren sind, wenig beeindruckt. Wir verbachten tolle Wochen in der Toskana. Lasst Euch beeindrucken.

 

Sommer_2020_Artikel_01

Sommer 2020 (Teil 1) - Algarve

Das Jahr 2020 ist ein besonderes. Wir wissen alle warum. Manche Reise fiel ins Wasser. Stattdessen wurden Alternativen gesucht. Immerhin ging es nach Portugal in die Algarve, in die Toskana in Italien und für einige Tage an die Ostsee nach Mecklenburg-Vorpommern. Aber das Wichtigste war dabei immer, Touristenströme zu vermeiden und größeren Menschenansammlungen aus dem Weg zu gehen. Das war an den genannten Orten problemlos möglich und wir konnten ohne Risko genießen.


Algarve 2020

Ende Juli bis in die 2. Augustwoche ging es in die Algarve und zwar an die Westküste in den beschaulichen Ort Carrapateira. Den Düsseldorfer Flughafen haben wir noch nie so leer gesehen, der Flieger war aber immerhin zu 3/4 besetzt. Das lange Tragen der Masken war eigentlich problemlos. Und ein großes Lob geht an die Portugiesen, denn sie hatten die Abläufe in der Corona Zeit ziemlich gut organisiert. Es wurde dafür gesorgt, dass die Supermärkte nur von einer eingeschränkten Anzahl von Personen betreten werden konnten und in den Restaurants wurde auf die Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen geachtet. Einzig bei den Stränden hatten wir unsere Zweifel, ob die maximale Anzahl von erlaubten Besuchern wirklich überwacht wurde. Deshalb mieden wir die Strände an der Südküste auch weitgehend.

An der portugiesischen Algarve waren im Sommer 2020 wesentlich weniger Touristen als gewöhnlich. Deutsche, Franzosen und Engländer, die in anderen Jahren das Bild beherrschten, waren in der Minderheit. Stattdessen verbrachte der Portugiese seinen Urlaub im eigenen Land und Heerscharen von Spaniern strömten ins Land. Für uns war es unbegreiflich, dass gerade die Spanier, die im Frühjahr 2020 von der Corona Pandemie am härtesten betroffen waren, es mit der AHA-Regel nicht so genau nahmen.

Der Aufenthalt in Carrapateira war wie stets eine Mischung aus Arbeit und Erholung. Am Haus meiner Schwester, wo wir wohnten, war just eine neue Solaranlage installiert worden und so galt es, die Elektrik im Haus zu überprüfen, 12 Volt Steckdosen und Lichtauslässe an die neue 220 Volt Stromversorgung zu hängen und gefühlt Dutzende neue Lampen aufzuhängen. Und Frage vorab: Macht es bei so einer Aussicht aus dem Küchenfenster (siehe Bild) nicht sogar Spaß zu spülen?

Und außerdem blieb auch noch Zeit, die Schönheiten der Algarve zu genießen.

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Sommer 2020 (Teil 2) - Toskana 1/2

Im September 2020 verschlug es uns zum ersten Mal in die Toskana nach Italien. Welch ein Fehler, dass wir diesen schönen Landstrich erst in unserem hohen Alter erstmals besuchten. Die Landschaft ist ein Traum und das besondere Highlight ist die Vielzahl an historischen Ortschaften mit alten, gut erhaltenen Steinhäusern an den Berghängen. Dagegen haben uns die Küstenteile, die wir angefahren sind, wenig beeindruckt. Dort wird jeder Quadratmeter touristisch genutzt. Ein krasser Gegensatz zur portugiesischen Küste.

Toskana 2020

In die Toskana ging es Anfang September 2020 mit dem Auto und einer Zwischenübernachtung in Südtirol. Wir hatten ein hübsches Haus mit Pool circa 20 Kilometer nordöstlich von Cortona in the middle of nowhere gebucht. Genau das Richtige zu Coronazeiten. Der Weg zum und vom Haus war recht zeitaufwändig, denn es ging in alle Richtungen fast 20 Kilometer eng und kurvig über die Hügel. Aber wir hatten ja Zeit.

In Erinnerung wird uns in jedem Fall die Vermieterin unseres Feriendomizils bleiben, denn sie hat sich vom Nachbargrundstück aus liebevoll um uns gekümmert: Des Öfteren stand am Morgen Wurst, Käse, Obst, Gemüse, Kuchen oder Eier auf dem Terrassentisch. Dabei verhielt sie sich stets unauffällig und wir hatten unsere Ruhe. Da unsere Vermieterin nur italienisch sprach, kommunizierten wir mit dem Google Translator, der manch lustige und sinnlose Formulierung kreierte. Das Haus war liebevoll und weitgehend komplett ausgestattet, wobei wir hier und da erstaunt darüber waren, welche Küchenutensilien bei uns zur Gewohnheit gehören und vom Italiener offensichtlich verschmäht werden, zum Beispiel ein Küchenmesser oder ein Kartoffelschäler. Einen Fernseher gab es in dem Haus nicht, dafür war aber die Verfügbarkeit des Internets bei ca. 70 Prozent und wir waren nachrichtentechnisch versorgt.

Den Pool habe ich, K., ausgiebig genossen, auch wenn ich mindestens zwanzig Wespenstiche davongetragen habe. Was half: Nicht auf der Luftmatratze liegen, sondern diese über Kopf und Schultern legen, da trauen sich die Viecher nicht drunter.

Etwas schwieriger gestaltete es sich, außerhalb größerer Ortschaften offene Restaurants zu finden. Wegen der aufgrund der Corona Pandemie ausbleibenden Touristen waren viele Gastronomiebetriebe geschlossen. Aber am Ende war die Suche immer erfolgreich, auch wenn es schon einmal drei oder vier Anläufe brauchte. Dabei haben wir in einem Restaurant in Castiglion Fiorentino die leckersten Pizzen gegessen, die uns jemals angeboten wurden. Und das für unter 10 Euro pro Pizza. Klar, dass wir mehrmals dort waren.

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Sommer 2020 (Teil 3) - Toskana 2/2

Und weiter geht es mit den Touren durch die Toskana im September 2020. Es stand noch Einiges auf dem Programm, manches viel aber buchstäblich ins Wasser, weil die dritte Woche vollständig verregnet war. Aber es ging noch nach Castiglione del Lago, nach Anghiari, in die wunderschöne Chianti Region mit den Orten Radda und Greve, ins Val (Tal) d'Elsa, in das faszinierende San Gimignano, nach Ancona, in die tollen Bergdörfer Sorano und Pitigliano, zur Burg in Radicofani und in das verregnete Florenz.

Toskana 2020

Castiglione del Lago

Der Trasimenische See erlangte 217 v. Chr. traurige Berühmtheit, als im 2. Punischen Krieg Hannibal dem römischen Heer hier eine vernichtende Niederlage beibrachte.

Am Lago Trasimeno befinden sich einige Dörfer, in denen der Fischfang noch eine bedeutende Rolle spielt. Der See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet Umbriens. Hier befinden sich Campingplätze, Freizeiteinrichtungen, Badeanstalten und Beherbergungsbetriebe.

Castiglione del Lago ist der größte Ort am Lago Trasimeno. Er liegt am Westufer des Sees. Castiglione del Lago ist nicht allzu groß, ein kurzer Besuch des Ortes lohnt sich aber.

 

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Sommer 2020 (Teil 4) - Ostsee

Zum Abschluss ging es dann noch einmal für 9 Tage an die Ostsee nach Mecklenburg-Vorpommern. Der Trip hat zwar nichts mehr mit dem Sommer 2020 zu tun, denn es war bereits Oktober, aber lassen wir an dieser Stelle mal fünf gerade sein. Beheimatet waren wir in dem weltberühmten Seebad Börgerende-Rethwisch, wo so manch ein Adliger oder Prominenter noch nie seinen Urlaub verbracht hat. Aber wir wollen nicht klagen, wir waren gut untergebracht und konnten uns zu jeder Zeit über den schönen Blick auf die Ostsee freuen.

Die Reise an die Ostsee unternahmen wir mit vier Personen in zwei Fahrzeugen. Selbstverständlich hatten wir zwei Tage vor der Abreise noch brav einen Corona Test machen lassen, um die Einreisebestimmungen des Bundeslandes zu erfüllen. Am Tag vor der Abreise hat dann das Verwaltungsgericht Greifswald das Beherbergungsverbot in Meck-Pom für rechtswidrig erklärt. Außer Spesen nichts gewesen, aber immerhin konnten wir, da alle Tests negativ ausgefallen waren, am Donnerstag mit ruhigem Gewissen aufbrechen.

Überrascht waren wir über die Anzahl der Touristen, die nach der Aussetzung des Beherbergungsverbotes bereits im Bundesland waren. Das waren jetzt zwar keine Heerscharen, aber wir konnten uns kaum vorstellen, dass alle erst seit gestern angereist waren.

Einleitend habe ich mich ja bereits ein bisschen ironisch über Börgerende-Rethwisch geäußert. Es ist halt ein Örtchen, das überwiegend der Beherbergung von Reisegästen dient und keine Seele hat. Aber: Man wohnt direkt an der Ostsee, die Unterbringung erfolgt in modernen Wohnungen, ein Strand ist vorhanden und verhungern muss man auch nicht. Wir waren zufrieden.

Auch geographisch konnten wir nicht meckern, denn von Börgerende aus konnten wir unsere Ausflüge gut unternehmen. Das waren jetzt nicht allzu viele, weil Einer von uns nicht gut zu Fuß war und das Wetter auch nicht immer mitspielte, aber wir konnten uns wieder einmal davon überzeugen, wie schön Mecklenburg-Vorpommern und die Ostseeküste sind. Einzig hat meine Schwägerin darüber gemeckert, wie klein die Wellen an der Ostsee gegenüber denen an der Nordseeküste sind.

Island 2020 Vlog - Teil 1

Mein Erstlingswerk auf Youtube. Mitte Februar 2020 erlebten wir den Winter auf Island. Zum Glück ging es rechtzeitig vor dem Corona Lockdown noch dorthin. Mit dem Leihwagen ging es ein Mal komplett um die ganze Insel. Island hat im Winter einen besonderen Reiz, auch wenn man den Wetterkapriolen ausgesetzt ist und nicht alle Sehenwürdigkeiten erreichbar waren. Im 1. Teil besuchten wir die Gegend südwestlich der Hauptstadt Reykjavik und den Touristenmagneten "Das Goldene Dreieck".

 

Island_2020_Teil_1

Island 2020 - Teil 1

Mitte Februar 2020 war ich mit meinem Sohn für 11 Tage auf oder in Island. Wie heißt es eigentlich richtig? Es war eine Reise mit kleinen Hindernissen und insbesondere während der letzten Woche hätte das Wetter ein klein wenig besser sein können. Aber hey, Island ist Island, und da kann das Wetter sich minütlich ändern. Mit dem Leihwagen fuhren wir ein Mal um die ganze Insel. Ich will Euch nicht mit einem endlosen Erlebnisbericht langweilen, sondern zeige Euch, wo wir waren.

Die Umgebung von Rekjavik

Kleifarvatn

Der See Kleifarvatn befindet sich auf der isländischen Reykjanes-Halbinsel. Von Reykjavik aus sind es knapp 30 Kilometer in südliche Richtung. Wer will, kann in dem Städtchen Hafnarfjörður einen Zwischenstopp einlegen. Hafnarfjörður hat außer einem kleinen Hafen und Einkaufsmöglichkeiten allerdings nicht viel zu bieten.

Die Lage des Kleifarvatn ist schon beeindruckend und mit Sicherheit eine Anreise wert. Der See ist sehr schön von Bergen umgeben, darunter der 407 Meter hohe Sveifluháls. An den verschiedensten Stellen bieten sich lohnenswerte Aussichten und Fotomotive.

In der Umgegend des Kleifarvatn gibt es zahlreiche aktive Vulkane. Der See selbst liegt im Vulkangebiet Krýsuvík, das wir anschließend erkundeten.

Der Sage nach gibt es im Kleifarvatn ein Seeungeheuer. Also ist Vorsicht geboten!

Island 2020 Vlog - Teil 2

Im 2. Teil unseres Roadtrips in Island hangeln wir uns an der Südküste entlang. Nachdem wir das Goldene Dreieck verlassen haben, geht es über Selfoss zu den Wasserfällen Seljandsfoss und Skogafoss, dann zum Kap Dyrholaey und nach Reynisdrangar und schließlich stranden wir am Skaftafell, wo uns ein Unwetter einen Tag einschloss.

 

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Island 2020 - Teil 2

Hatten wir in den Tagen zuvor gutes bis hervorragendes Wetter, so zeigte sich Island jetzt von der anderen Seite. Unser Reiseplan wurde an der ein oder anderen Stelle durcheinandergeworfen und am Skaftafell saßen wir für 36 Stunden fest, weil aufgrund eines Schneesturms alle Straßen gesperrt wurden. Das war schade, aber nicht zu ändern. Weiter geht es hier mit Teil 2 der Berichterstattung über unsere Rundreise durch Island im Februar 2020.

Von Sellfoss zum Skaftafell

Seljandsfoss

Den ersten Tagesstopp legten wir an dem Wasserfall Seljandsfoss ein. Der kommt zwar nicht so imposant wie der Gullfoss daher, aber er zählt zu den schönsten Wasserfällen Islands, was wir bestätigen können. Das hat natürlich seinen Preis, denn er ist ganzjährig gut besucht. Der Seljandsfoss liegt in unmittelbarer Nähe der Ringstraße, was natürlich gerade im Winter von Vorteil ist. Auf dem Parkplatz wird eine überschaubare Gebühr fällig.

Gespeist wird der Seljandsfoss vom Fluss Seljalandsá. Das Wasser stürzt circa 65 Meter in die Tiefe. Etwas hinter der Felswand liegt der Gletscher mit dem zungenbrechenden Namen Eyjafjallajökull. Allerdings ist der Gletscher vom Wasserfall aus nicht zu sehen.

Der Seljandsfoss ist der einzige Wasserfall in Island, den man über eine Treppe und einen erdigen Weg auch von hinten bewundern kann. Na ja, zumindest theoretisch, denn im Winter sind Treppe und Weg vollständig vereist (siehe Bildergalerie).

 

Island 2020 Vlog - Teil 3

Im 3. Teil unseres Roadtrips in Island geht es kurz in den Osten, bevor der Nordosten und der Norden des Landes ausführlich erkundet wurden. Ein besonders Highlight war der Besuch des Geothermalbades Myvatn Nature Bath, wo wir bei eisiger Kälte und einem heftigen Schneesturm ein Bad in den warmen Fluten genossen. Beeindruckend war die Besuche des Wasserfalls Godafoss und der Nordküsate Islands. Dann ging es abschließend wieder in Richtung Reykjavik, wobei wir u.a. noch den spektakulären Hraunfoss und die isländische Hauptstadt selbst besichtigten.

 

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Island 2020 - Teil 3

Im dritten und letzten Teil unseres Berichtes über unsere Rundreise auf Island waren wir wettermäßig weiterhin nicht über den Berg, aber immerhin: Der ein oder andere Morgen überraschte uns mit Sonnenschein oder sonnig-wolkigem Wetter. Dabei ging es zunächst vom Osten in den Norden Islands, die Touristen wurden immer weniger und das Wetter stetig besch.... Als wir dann zum Abschluss zurück nach Reykjavik fuhren, war der Wettergott schließlich besser gelaunt.

Von Egilsstaðir nach Myvatn

Egilsstaðir

Egilsstaðir ist das einzige Städtchen in der Region, hat knapp 2.300 Einwohner und ist ein kleines Dienstleistungszentrum. Bemerkenswertes gibt es hier nicht und Egilsstaðir diente uns nur als Übernachtungsort und als Ausgangspunkt der Tagesetappe.

Hinter Egilsstaðir ist die Fahrt durch die Landschaft zunächst recht unspektakulär, aber nach einer Weile geht es in höhergelegene Regionen. Dort zeigt sich eine wunderschöne Berglandschaft. Welches Glück, dass das Wetter für einige Stunden mitmachte und so herrliche (Foto-)Motive preisgegeben wurden.

Schade, dass meine Kamera über keine GPS-Funktion zur Dokumentation der Position verfügt. Beim nächsten Mal sollten Parallel Fotos mit dem Mobiltelefon gemacht werden. Nachher ist man immer schlauer.

 

Norwegen-2019-Teil-1

Norwegen 2019 - Teil 1

Am 14. Juni 2019 war es endlich soweit: Nach über 30 Jahren ging es mal wieder in Richtung Norwegen. Und eine Premiere war auch dabei: Zum ersten Mal in unserem Leben machten wir uns mit dem Wohnmobil auf den Weg. Ich, Klaus, mit Euphorie, meine Frau, B., eher mit Skepsis. Um es vorwegzunehmen: Unser Trip nach Norwegen war ein voller Erfolg. Und unser beider Erkenntnis: Norwegen kann man eigentlich gar nicht anders als mit dem Wohnmobil bereisen.

Die Vorbereitungen

Da wir kein eigenes Wohnmobil besitzen, musste eins gemietet werden. Schnell war klar, es sollte ein Kastenwagen sein, denn bei unserer ersten Fahrt mit einem Reisemobil wollten wir auf Norwegens engen Straßen nicht mit einem zu breiten Gefährt rumkurven.

Fündig wurden wir bei WoMo Drive in Diez im Lahnkreis (www.womo-drive.de). Denn da gab es einen Pössl Roadcruiser Revolution zu mieten, der zwei Grundvoraussetzungen erfüllte: Ich konnte es mir mit meinen 191 cm Körperlänge in den Längsbetten einigermaßen bequem machen und ich konnte mich im Wohnmobil bewegen, ohne ständig den Kopf einziehen zu müssen. Gestoßen habe ich mir den Kopf aber dennoch gefühlte 427 Mal, denn auf engen Raum gibt es ausreichend Ecken und Kanten.

Der Zossen hatte auch schnell einen Kosenamen, wir nannten ihn liebevoll "unser Wohnklo". Um wieder etwas vorwegzunehmen: Sowohl die Wahl des Vermieters als auch die des Pössl Roadcruiser Revolution waren Gute. Wir bekamen eine ausführliche Einweisung, der Wagen war so gut wie neu und er war top ausgestattet. Wir mussten nichts extra mieten, wie das oft bei anderen Vermietern der Fall ist und der Mietpreis lag trotzdem nicht über den der Wettbewerber. Eine Solaranlage mit einer zweiten Aufbaubatterie wäre noch schön gewesen, dann wäre es mit der Autarkie und dem Freistehen etwas einfacher gewesen. Aber man kann nicht alles haben.

Dann stand auf der Liste der Vorbereitungen vor der Reise natürlich der Einkauf von Proviant. Doch trotz aller Warnungen vor den hohen Preisen in Norwegen hatten wir das Wohnmobil nicht bis unters Dach mit Lebensmitteln und Getränken vollgestopft, denn um norwegische Supermärkte wollten wir keinesfalls einen Bogen machen. Der Norweger als solcher sollte an uns schließlich auch etwas verdienen. Und so schlimm war es mit den Preisen dann auch nicht. Klar, die Sachen kosten hier und da oft mal das Doppelte oder sogar mehr, aber bei Reisen in den Süden Europas geht man häufig essen und das ist dann teurer. Und in der Mischung mit dem mitgebrachten Proviant sank der Schnitt ja auch deutlich.

Norwegen 2019 Vlog - Teil 1

Im Juni 2019 waren wir erstmals mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs und nach über 30 Jahren ging es endlich wieder einmal nach Norwegen. Im ersten Teil unseres Norwegen Blogs berichten wir über die Anreise, besuchen wir die Orte Grimstad und Tvedestrand, erwartet uns die historische Vrangfoss Schleuse, bestaunen wir die Stabkirchen in Heddal und Flesberg sowie andernorts, fahren durch das wunderschöne Sudndalen und gelangen schließlich nach Flåm am Aurlandsfjord.

 

Norwegen_Teil_2_Vlog

Norwegen 2019 - Teil 2

Im zweiten Teil unserer Reisebeschreibung über unseren Norwegenurlaub 2019 fahren wir von Flåm und Aurland über die Schneestraße nach Lærdal. Dann geht es nach Norden durch das Sogndal in das Jostedal zum Nigardsbreen. Über die Sognefjell Touristenstraße fahren wir am Lustrafjord entlang, durchqueren das Sognefjell und erreichen Lom. Schließlich übernachten wir in dem kleinen Ort Dombås, bevor es dann im dritten Teil unserer Reiseberichterstattung zum Geirangerjord geht.

19. Juni 2019 - Über die Schneestraße, das Aurlandsfjell und das Sognefjell in das Jostedal

An diesem Mittwoch war frühes Aufstehen angesagt. Denn bereits am Nachmittag zuvor waren wir ein Stück in Richtung der Schneestraße gefahren und wir waren erschrocken ob der Touristenmassen, insbesondere in den zahlreichen Reisebussen. Da macht das Fahren auf der engen, steilen und kurvigen Straße nicht wirklich Spaß. Also wurde der Wecker auf 6 Uhr gestellt, für uns eine Unzeit, und mit dem Öffnen der Schranke des Campingplatzes um 7 Uhr verließen wir Flåm. Es ging zurück bis nach Aurland und dann hinauf auf die Schneestraße.

Schneestraße (Bjørgavegen)

Die Schneestraße, auch Schneeweg oder Aurlandsvegen genannt, war früher die Hauptverbindungsstraße von Aurland nach Lærdal. Offiziell heißt die Straße "Bjørgavegen" - Verwirrung pur. Die Passstraße führt durch die Hochebene des Aurlandsfjellet, ist 48 Kilometer lang, erreicht ihren höchsten Punkt bei 1.306 Metern über dem Meeresspiegel und ist nur vom 1. Juni bis Mitte Oktober geöffnet.

Heutzutage fährt der Hauptverkehr durch den Lærdalstunnel. Er ist mit ca. 24,5 Kilometern der längste Straßentunnel der Welt. Aber wir wollten ja etwas sehen und wählten den beschwerlicheren Weg über die Hochebene.

Für uns hat sich der zeitntensivere Weg über die Schneestraße in jedem Fall gelohnt. Zwar war der vorangegangene Winter nicht so Schnee-intensiv wie gewöhnlich, aber die Landschaft gibt ein eindrucksvolles Bild ab.   

Norwegen 2019 Vlog - Teil 2

Und weiter geht unsere Wohnmobiltour durch Süd- und Fjordnorwegen im Juni 2019. Im 2. Teil bestaunen wir vom Stegasteinen den Aurlandsfjord, fahren über das Aurlandsfjell und die Schneestraße statt durch den Tunnel nach Lærdal, fahren durch das Sognedal zum Jostedal, wandern zum imposanten Gletscher Nigardsbreen im Jostedal, genossen die Fahrt durch das schöne Sognedal sowie über das wunderschöne Sognefjell und machten anschließend ordentlich Kilometer und landeten bei Dombas.

 

Norwegen-2019-Teil-3

Norwegen 2019 - Teil 3

Im dritten Teil unserer Reisebeschreibung über unseren Norwegenurlaub 2019 verlassen wir Dombås und fahren Richtung Åndalsnes. Vor Åndalsnes biegen wir ab und auf uns wartet eine der schönsten und berühmtesten Straßen Norwegens, der Trollstigen. Weiter geht es nach Geiranger, Norwegens bekanntestem Fjord. Vom Aussichtspunkt Dalsnibba haben wir einen prachtvollen Blick auf den Fjord. Dann passieren wir Stryn, Loen, Olden und Utvik und erreichen Byrkjelo.

22. Juni 2019 - Über den Trollstigen und durch das Valldal nach Geiranger

Der heutige Tag war sicherlich einer, dem wir besonders entgegenfieberten, denn wie oft hatte ich mir vorgenommen, endlich einmal über den Trollstigen zu fahren. Aber erst mussten wir von Dombås dort hingelangen und auf dieser Fahrt gab es wieder tolle Landschaften zu sehen.


Romsdalen

Wir verließen Dombås in nordwestlicher Richtung und entlang der E136 erwartete uns das wundervolle Tal Romsdalen. Das Romsdalen erstreckt sich über eine Länge von ca. 60 Kilometern zwischen den Gemeinden Lesja in der Provinz Oppland und Rauma in der Provinz Møre og Romsdal. Das Tal ist schmal und an beiden Seiten ist es von hohen Gipfeln gesäumt. Durch das Tal verläuft der Fluss Rauma, der bei Lachsanglern sehr beliebt ist. Für uns war die Fahrt durch das Romsdalen eine der landschaftlich schönsten Strecken in Norwegen.

 

 

Slettafossen

Ca. 40 Kilometer vor Åndalsnes und kurz vor Verma lohnt sich ein weiterer Stopp im Romsdalen. Hier drängt sich der Fluss Rauma durch eine 30 bis 40 Meter hohe Schlucht und mündet schließlich in den Wasserfall Slettafossen.

Norwegen 2019 Vlog - Teil 3

Im 3. Teil unserer Wohnmobiltour durch Süd- und Fjordnorwegen im Juni 2019 brechen wir in Dombås auf und fahren den sagenumwobenen Trollstigen hinauf. Anschließend geht es ins wunderschöne Valldal und nach Gundbrandsjuvet. Von der Adlerstraße genießen wir tolle Aussichten auf den Geirangerfjord und erkunden diesen am nächsten Tag bei einer Schifffahrt. Nicht fehlen darf dabei der Blick von Dalsnibba auf den Ford. Entlang des Strynvatn und Innvikfjord geht es anschließend nach Byrkjelo auf den Campingplatz.

 

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