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Südküste – Tavira

Allmählich muss ich mein Urteil über die Ost-Algarve respektive die Sand-Algarve revidieren. Klar, hier fehlen die spektakulären Felsformationen mit den darin eingebetteten Buchten, dafür gibt es hier aber das ein oder andere nette Örtchen und die Lagunenlandschaft des Ria Formosa. Und einer der schönsten Orte der östlich von Faro, wenn nicht der schönste überhaupt ist Tavira. Tavira liegt im Lagunenbereich an den Ufern des Rio Gilão. Damit ist es zwar noch längst kein Klein-Venedig, wie manche behaupten, aber in einem der Cafés oder im Park am Flussufer zu sitzen, das hat schon was. Und auch der Rest des Ortes ist eine Erkundung wert, zumal mit dem Castro dos Mouros und einigen Kirchen einiges an Kultur den Besucher erwartet. Tavira liegt ca. 40 Kilometer östlich von Faro und zur spanischen Grenze sind es nur noch 20 Kilometer.

Tavira – Geschichte

Vermutlich wurde Tavira im 2. Jahrhundert v. Christus als iberische Siedlung gegründet. Wie in den übrigen Ecken der Algarve auch, trieben sich im Laufe der Jahrhunderte einige Völker in dem Ort und seinem Umland herum. Phönizier, Römer, Araber, alles was Rang und Namen hatte, profitierte von der Lage Taviras mit dem direkten Zugang zum Meer. 1242 wurde Tavira portugiesisch. Der Hafen von Tavira hatte bis zur Aufgabe der nordafrikanischen Kolonien eine große Bedeutung. Das Intermezzo der spanischen Herrschaft über Portugal von 1580 bis 1640, eine Pestepidemie 1645 und das verheerende Erdbeben von 1755 ließen die wirtschaftliche Bedeutung von Tavira aber immer weiter sinken.

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Tavira – Sehenswürdigkeiten

Zunächst einmal ist der gesamte Ort an sich eine Sehenswürdigkeit. Auch wenn hier der Tourismus in der Zwischenzeit die bedeutendste Rolle spielt, so hat sich Tavira seinen Charme erhalten. Bausünden hat man hier vermieden und so beherrschen die weißen, in der charakteristischen Walmdachform erbauten Häuser das Stadtbild. Also einfach mal los marschieren, schauen, genießen und in einem der zahlreichen Cafés eine Rast einlegen.


Der zentrale Punkt von Tavira ist Praça da República am rechten Ufer des Rio Gilão. Hier findet sich auch der kleine Stadtpark mit Schatten spendenden Bäumen. Angrenzend befindet sich die 1887 erbaute, ehemalige Markthalle, die jetzt einige Geschäfte und Restaurants beherbergt. Hier kann man im Außenbereich direkt am Ufer seinen Drink oder sein Essen zu sich nehmen. Die Einrichtungen im Innenraum der ehemaligen Markthalle sind dagegen nicht sehr attraktiv.

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Die kulturellen Highlights von Tavira befinden sich auf der rechten Flussseite. Die Igreja da Misericórdia liegt südwestlich der Praça da República. Die Kirche wurde 1541 errichtet, durch das Erdbeben von 1755 erheblich zerstört und danach umgebaut. Trotzdem stellt sie weiterhin eines der besten Beispiele für die Architektur der Renaissance dar. Fußläufig in der Nähe des Ortskerns befinden sich die Reste des ehemaligen Kastells. Es blieben einige Befestigungsmauern erhalten und innen befindet sich ein Garten im Privatbesitz, der der Öffentlichkeit zugänglich ist. In diesem Garten kann man die Mauern erklimmen (Achtung: Keine Geländer an den Treppen!) und Tavira mit seinem Fluss Rio Gilão überblicken. Gegenüber dem Burggarten liegt die Igreja de Santa Maria do Castelo aus dem 13. Jahrhundert. Auch sie wurde ein Opfer des Erdbebens im 18. Jahrhundert und nach ursprünglichen Plänen wieder aufgebaut. Erhalten blieb von der gotischen Kirche unter anderem das Eingangsportal.


Gleich in der Nähe befindet sich der ehemalige Wasserturm Taviras, der zwischenzeitlich die sogenannte Cámara Oscura da Tavira „beherbergt“. Eine Camera obscura besteht lt. Wikipedia aus einem lichtdichten Kasten oder Raum, in den durch ein schmales Loch das Licht einer beleuchteten Szene auf die gegenüberliegende Rückwand trifft. Auf der Rückwand entsteht dabei ein auf dem Kopf stehendes und seitenverkehrtes Bild dieser Szene. Das Bild ist lichtschwach und nur bei ausreichender Abdunklung gut zu sehen. Bei transparenter Rückwand kann man das Bild auch von außen betrachten, wenn man für ausreichende Abdunklung sorgt, indem man beispielsweise ein lichtundurchlässiges Tuch verwendet, das die Rückseite der Rückwand und den Kopf des Betrachters bedeckt. Alles klar? Im Ergebnis wird auf diese Weise in der Cámara Oscura da Tavira eine 360°-Rundumsicht von Tavira projeziert.


Wenn man den auf der rechten Flussseite gelegenen Teil Taviras abgegrast hat, überquert man über die Ponta Romana den Rio Gilão. Sie ist die älteste Brücke über den Fluss und stammt in der heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert. Auch auf der linken Flussseite (nördlicher Teil des Ortes) befinden sich hübsche Häuser, die Igreja dos Eremitas de São Paulo und eine Anzahl von Cafés und Restaurants.

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Tavira selbst verfügt aufgrund seiner Lage in einem Lagunengebiet über keine Strände. Den längsten Sandstrand in der Nähe findet man auf der Tavira vorgelagerten Insel “Ilha de Tavira”, die in den Sommermonaten u.a. mit dem Boot von einem Anleger in der Nähe der ehemaligen Markthalle zu erreichen ist. Außerhalb der Sommermonate nutzt man die Fußgängerbrücke westlich von Tavira bei Santa Luzia / Pedras del Rei. Hier kann es schon mal zu Engpässen in Sachen Parkplatz kommen.


In den Bildergalerien zur Südküste gibt es Fotos aus Tavira.

Warum Tavira?

Sehenswertes

Praça da República

Ehemalige Markthalle

Igreja da Misericórdia

Ehemaliges Kastell

Cámara Oscura

Igreja de Santa Maria do Castelo

Igreja dos Eremitas de São Paulo

Ponta Romana

Freizeit und Sport

Sightseeing

Shopping

Schwimmen

Wassersport

Restaurants

Bar und Restaurants im Ort

Strände

Ilha da Tavira


Die Lage


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