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Südküste – Parque Natural da Ria Formosa

Noch einmal zur Auffrischung: Die Südküste der Algarve ist unterteilt in die Fels-Algarve und die Sand-Algarve. Die Fels-Algarve erstreckt sich von Faro, genauer gesagt von Vale de Lobo bis zum westlichsten Punkt beim Cabo de São Vicente. Sie nennt man auch Barlavento (Luvseite). Die Sand-Algarve (Portugiesisch Sotavento – Leeseite) erstreckt sich von Vale de Lobo in östlicher Richtung bis nahe der spanischen Grenze am Fluss Rio Guadiana.


Von Faro aus bis zum Strand Praia Manta Rota kurz vor der Grenzstadt Vila Real de Santo António besteht die Sand-Algarve auf ca. 60 Kilometern aus einem wattenmeerartigen Lagunengebiet, das durch vorgelagerte Inseln vor dem offenen Meer geschützt ist. Es trägt den Namen Ria Formosa und es entstand durch das See-/Erdbeben im Jahre 1755. Da das Lagunengebiet kaum mit Süßwasser aus dem Hinterland versorgt wird, erfolgt der Wasseraustausch primär durch die Gezeiten. Dies führt im Ergebnis zu einem hohen Salzgehalt des meist warmen Lagunengewässers und zu einem weichen und lehmigen Boden im Wattenmeer. Als Ergebnis stellt dieses Gebiet einen einzigartigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen dar. Aus dem Grunde wurde die Ria Formosa 1987 unter Naturschutz gestellt. Somit ist neben der Westküste der Algarve mit dem Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina mit dem Parque Natural da Ria Formosa eine zweite Algarve-Region geschützt; vor allem vor unkontrollierter Bebauung. Auch dies macht die Algarve einzigartig.

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Ich habe mir sagen lassen, dass im Parque Natural da Ria Formosa seltene Vogelarten leben, viele dort überwintern oder einen Zwischenstopp auf ihrem Weg zu ihrem Winterlager in Afrika einlegen. Und obwohl ich in Sachen Ornithologie ein geistiger Tiefflieger bin, kann ich bestätigen, dass ich unbekannte Spezies gesichtet habe.


Desweiteren wird der Naturpark Ria Formosa wirtschaftlich genutzt und bildet die Lebensgrundlage für viele Klein-Fischer. Bei Ebbe werden Muscheln und Krebse geerntet, und die Aufzuchtstellen für Austern werden bewirtschaftet. Am Morgen laufen viele kleine Fischerboote aus und sie kehren mittags mit ihrem oft kargen Fang zurück. Alsbald liegt der frische Fisch in den Restaurants der Region zum Verzehr bereit.

Salzgärten

Die Bedeutung des Salzan- und -abbaus im Gebiet zwischen Olhão und Castro Maritim nahe der spanischen Grenze hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Lange Zeit war das Salz wegen des höheren Preises nicht gefragt, aber die Tendenz zur bewussten Ernährung hat diesem Wirtschaftszweig wieder einen starken Schub gegeben. Das Salz wird nach wie vor auf traditionelle Weise gewonnen. Von Juni bis September findet die eigentliche Salzernte statt und die ‚Salineiros‘ schöpfen das weiße Gold in den Becken ab. Die höchste Qualitätsstufe und den höchsten Preis hat dabei das Flor de Sal, die Salzblume. Als Flor de Sal werden die Salzkristalle bezeichnet, die sich als erstes an der Wasseroberfläche der Sole bilden und die nur bei günstigen Witterungsbedingungen (Wärme, Windstelle) entstehen. Die traditionelle Art der Salzgewinnung ist im Übrigen sehr flächenintensiv. Nur 10% der Fläche dienen der eigentlichen Salzkristallgewinnung, den Rest benötigt man für die Vorkonzentrationsbecken und die Zu- und Ableitungen.

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Quinta da Marim

Im östlichen Olhão befindet sich unweit des Campingplatzes das Informationszentrum des Parque Natural da Ria Formosa. Dort ist der Eingang zur Quinta de Marim (Eintritt frei, kleine Spende willkommen). Auf einem ca. 6 Kilometer langen Rundweg (zu Fuß natürlich) kann man sich ausgiebig über das Lagunengebiet und seine Nutzung informieren. Markante Punkte sind die römischen Salzanlagen, ein alter Thunfischkahn, die Gezeitenmühle, das Besucherzentrum, die Vogelstation, die römischen Ruinen und die Aufzuchtstation für Wasserhunde, die aber zumindest im Herbst 2014 geschlossen war. Offensichtlich fehlt das Geld, was man leider auch am Zustand einiger Gebäude merkt.

Vorgelagerte Inseln

Vor dem offenen Meer geschützt wird der Parque Natural da Ria Formosa durch vorgelagerte Inseln, die an einigen Stellen natürlich oder von Menschenhand durchbrochen sind, um Zugang zum offenen Meer zu erhalten. Von West nach Ost sind dies die Ilha de Faro, die Ilha Deserta, die Ilha da Culatra, die Ilha de Armona und die Ilha da Tavira. Östlich der Ilha da Tavira befindet sich noch eine “Halbinsel”, bevor kurz vor dem Praia Manta Rota die Lagunenlandschaft endet. Die Inseln bieten über eine Strecke von fast 60 Kilometern Strand und Badespaß satt. Zu erreichen sind sie meist mit Fährbooten.


Zurzeit gibt es auf den vorgelagerten Inseln Unruhe: Die portugiesischen Behörden haben beschlossen, die über Jahrzehnte auf den Inseln entstandene wilde Bebauung weitgehend dem Erdboden gleich zu machen. Über 100 Familien werden im Zuge dieser Maßnahme zwangsumgesiedelt. 2015 sind die Aktivitäten aber gestoppt worden, weil man bei den Gebäuden eine seltene und schützenswerte Salamander-Art entdeckt hat. Clever 😉


Genaueres zur Ilha da Armona, zur Ilha da Tavira und zur Ilha da Culatra gibt es durch Anklicken des ansprechenden Buttons unten.

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In den Bildergalerien zur Südküste gibt es Fotos vom Parque Natural da Ria Formosa.

Warum Parque Natural da Ria Formosa?

Sehenswertes

Einzigartigkeit der Lagunenlandschaft

Strände

Wattenmeer

Freizeit und Sport

Sightseeing

Restaurants

In den Orten des Ria Formosa

Auf den vorgelagerten Inseln

Strände

Auf den vorgelagerten Inseln


Die Lage


Weitere Beschreibungen zur Südküste können direkt hier aufgerufen werden:

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Und hier geht es zu den Stränden:

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Ilha da Armona

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Ilha da Culatra

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Ilha da Tavira

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